Krankheiten

 

 

 

Hier stelle ich Ihnen die wichtigsten Infektionskrankheiten der Katze vor. Viren verursachen diese zum Teil tödlich verlaufenden Erkrankungen. Die Krankheitserreger können durch Speichel, Nasensekret, Kot und Blut übertragen werden.

 

Gegen eine Ansteckung schützen Sie Ihre Katze am einfachsten, indem Sie den Kontakt oder die Nähe zu anderen Katzen vermeiden. Oft ist dies jedoch nicht möglich,  so dass die Impfung vor den ansteckenden Krankheiten helfen muss. Doch auch dies ist keine Lebensversicherung. Denn auch hier kann ein leichter Katzenschnupfen auftreten, doch er verläuft viel harmloser. Impfungen sind nicht nur ein Schutz für Ihre Katzen, sondern schützen auch diese Ihres Nachbarn. Denn die Behandlung vermindert die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Katze einen Virus trägt und weitergibt. Impfungen und Hygiene schützen Katze und Besitzer vor Schmerz und Leid.

 

Leukose

 

Die Leukose ist die bedeutendste Infektionskrankheit der Katze. Sie wird durch das Leukämievirus der Katzen (FeLV) hervorgerufen. Die kranke Katze scheidet die Viren vor allem durch den Speichel aus. Der direkte Kontakt mit diesem steckt die anderen Katzen an. Leider können die Föten schon während der Trächtigkeit angesteckt werden. Die Krankheit zeigt sich durch Lustlosigkeit, Abmagerung und Durchfall. Es können auch Blutarmut, chronische Infektionen und Tumore in den verschiedensten Organen auftreten. Leukose kann mit einem Test, der im Blut oder Speichel Viruspartikel nachweist, nachgewiesen werden. Etwa 8% der gesunden und bis zu 25% der verdächtigten Katzen tragen das Virus.  Ein positives Testergebnis bedeutet nicht immer, dass die Katze krank ist. Bei gutem Allgemeinbefinden kann die Infektion überwinden. Bei diesen Tieren ist ein weiterer Test nach 8 - 12 Wochen zu wiederholen. Ist dieser Test wieder positiv, so ist die Katze als Träger zu betrachten. Die Krankheit ist bis heute nicht heilbar, doch es soll schon Fälle gegeben haben, in denen die Katzen mit Stoffen, welche die Immunabwehr fördern, geheilt wurden. Bei Katzen mit Auslauf, bei Zucht- und Ausstellungstieren sowie bei Katzen, welche ins Tierheim gegeben werden, ist die Impfung zu empfehlen. Einzeltiere ohne Auslauf müssen nicht zwingend geimpft werden.

 

Katzenschnupfen

 

Der Katzenschnupfen ist bei Jungtieren die häufigste Infektionskrankheit. Er wird vor allem durch Viren (Herpes und Calici) und besonders in Katzenzuchten auch hie und da über die Bakterien (Chlamyden) hervorgerufen. Nach einer Erstnfektion durch die Viren tritt meistens eine weitere Infektion mit verschiedenen Bakterien auf. Die Krankheit wird durch direkten Kontakt oder sogar schon bei Ungeborenen übertragen. Krankheitszeichen sind Niesen, Nasen- und Augenausfluss sowie Lustlosigkeit. Die meisten Katzen behalten die Viren lebenslang. Bei „Stress“ (z.B. Ausstellung, Ortswechsel etc.) können die Katzen wieder erkranken, die Viren ausscheiden und andere Katzen anstecken.

 

Katzenseuche

 

Diese hochgradig ansteckende Viruserkrankung wird dank der Impfung nur noch selten angetroffen. Die Erreger der Katzenseuche sind sehr widerstandsfähig in der Umwelt, zum Teil auch gegen Desinfektionsmittel. Eine Ansteckung kann durch direkten Kontakt oder irgendwelche Exkremente kranker Katzen erfolgen. Diese Krankheit äussert sich durch Erbrechen und Durchfall oder eines plötzlichen Todes.

Wird eine trächtige Katze angesteckt, kommt es zu Fruchttod und Missbildungen. Die Infektion endet trotz Behandlung meist tödlich. Angesteckte Kätzchen benötigen intensive medizinische Hilfe und liebevolle Betreuung. Hygiene und die Isolation der Patienten verhindert die Weiterverbreitung. Die Impfung sämtlicher Katzen ist unumgänglich. Das gefährliche Virus kann durch Kleider oder Schuhe in den nächsten Haushalt gebracht werden!

 

FIP (Feline Infektiöse Peritonitis)

 

Die ansteckende, nicht heilbare Bauchfellentzündung tritt vor allem im Mehrkatzenhaushalt und in Zuchten bei Jungtieren auf. Der Erreger ist wiederum ein Virus. Eine Übertragung geschieht von Katze zu Katze. Die angesteckte Katze muss keine sichtbaren Krankheitsanzeichen zeigen, sie kann lediglich nur Träger des gemeinen Infekts sein. Trotzdem kann sie die Krankheit weitergeben. Es gibt zwei Formen der FIP. Die „feuchte“ Form wird so bezeichnet, weil sich Flüssigkeit im Bauch und Brustraum ansammelt. Bei der „trockenen“ Form passiert dies nicht. Dafür treten bei dieser Störungen des Nervensystems auf.  Bei beiden magern die Katzen ab und haben nichtbehandelbares Fieber. Die Impfung wird für alle Katzen mit wechselndem Kontakt zu Artgenossen empfohlen. Es können jedoch nur FIP-Virusfreie Katzen geimpft werden. Die Impfung kann durch hygienische Massnahmen unterstützt werden.

 

Tollwut

 

Der Erreger der Tollwut ist ein Virus, das bei sämtlichen Lebewesen eine unheilbare Gehirnentzündung verursacht. Übertragen wird die unheilbare Krankheit durch einen Biss (Speichel) kranker Tiere. Sie äussert sich durch milde Wesensveränderung bis hin zur gesteigerten Aggresivität. Gegen Ende der Krankheit treten Lähmungen auf. Angesteckte Tieren müssen über eine bestimmte Zeit isoliert oder sogar eingeschläfert werden. Den Menschen schützt eine sofortige Impfung. Diese Krankheit gilt in der Schweiz als ausgerottet. Doch für Reisen ins Ausland ist die Impfung obligatorisch. Für Grenzübertritte soll die Impfung mindestens 30 Tage und maximal 1 Jahr zurückliegen.